
Hörspiel
"Linz und Lunz" - Eine Hommage an Jakob Michael Reinhold Lenz
Das tragische Leben des gescheiterten Sturm- und Drang-Dichters Jakob Michael Reinhold Lenz diente Autoren von Georg Büchner bis Gert Hoffmann seit jeher als Inspirationsquelle. Oswald Egger widmet sich in einer polyphonen Sprachlandschaft Lenzens Zeit in Moskau, wo er sich bis zum Tod aufhielt.
Das Leben des Lyrikers und Sturm- und Drang-Dramatikers Jakob Michael Reinhold Lenz, der angeblich unter Schizophrenie litt, war immer schon Stoff für künstlerische Fantasien.
Sie reichen von Georg Büchners "Lenz" bis zu Gert Hofmanns Novelle über seine "Rückkehr nach Riga". Oswald Eggers Arbeit kreist um das Werk und Leben des J.M.R. Lenz in seiner Moskauer Zeit von 1781 bis 1792.
"Das Wenige, das gesichert ist, bleibt vom Eindruck des Dunklen, Skurrilen, Phantastischen und Pathologischen bestimmt und vermittelt. Lenz, in Moskau ein rastloser Projekteschmied, der die Realität an die Rede verliert und als Sonderling, Phantast oder Verrückter ein Leben gelebt, wohl aber nicht geführt habe: die Rezeptionsgeschichte arrangiert sich mit Büchners 'So lebte er hin' mehr als mit Lenz selbst.
Man entließ Lenz ins russische Ausland und in den Wahnsinn ebendort und findet insgeheim Gefallen an der melodramatischen und spekulativen Überlieferung, wonach der Dichter nachts einsam, krank, verarmt und fast unbekleidet auf einer Moskauer Gasse starb; und dass der Nachlass aus den letzten zehn Lebensjahren der Krankheitsphase des Dichters zuzuordnen sei und letztlich nur einen 'pathologischen' (Schiller) und kuriosen Wert besitze." (Oswald Egger)
"Linz und Lunz" im Überblick
Linz und Lunz
von Oswald Egger
Mit Jörg Pohl, Wolf-Dietrich Sprenger, Martin Rentzsch u.a.
Produktion: 2013
| Sendezeit | Mi, 29.01.2014 | 23:00 - 00:00 Uhr |
| Sendung | hr2-kultur "Hörspiel" |