The Pretenders sind seit über 40 Jahren eine feste Größe in der Musikszene. Das liegt zum größten Teil an ihrem Kopf, der Sängerin und Songschreiberin Chrissie Hynde. Gebürtig aus Ohio ist sie als junge Frau in die frühen Punkkreise in London geraten. Auf den damaligen Songs ihrer Band sind die Wucht und die Wut dieser Zeit zu hören. Lieder wie „Precious“ und „Brass in Pocket“ ließen die Musikwelt aufhorchen, und zwar sowohl in Europa wie in den USA. Eine Frau an der Spitze einer Rockband, das war Ende der 70er Jahre durchaus noch ungewöhnlich. Chrissie Hynde wurde zu einem Rollenmodell für Fans und Szene. Nach dem tragischen Drogentod zweier Pretenders-Mitglieder hielt sie die Band und die Idee der Gruppe zusammen, feierte in den 80er Jahren weitere große Erfolge. Einige ihrer schönsten Lieder widmete sie ihren verstorbenen Kollegen. Chrissie Hynde, die mit UB40, Frank Sinatra, Eric Clapton und vielen anderen zusammenarbeitete, legt keinen Wert auf Starrummel oder Fotos auf Titelseiten. Diese Haltung und ihre anhaltenden hochklassigen musikalischen Ideen machen sie zu einer der spannendsten und ungewöhnlichsten Künstlerinnen der Rockmusik. Peters Playlist: Pretenders (1979): Precious, Stop ypur sobbing, Kid, Private life, Brass in pocketPretenders II (1981): Bad boys get spanked, Message of love, I go to sleep, Talk of the townLearning to Crawl (1984): Middle oft he road, Back on the chain gang, My city was gone, 2000 milesGet Close (1986): My baby, Don’t get me wrong, Chill factor, Hymn to herPacked (1990): Never do that, Sense of purpose, CriminalLast of the Independents (1994): Night in my veins, I’ll stand by youViva El Amor! (1999): Popstar, Human, BikerBreak Up the Concrete (2008): Boots of Chinese plastic, The nothing maker, Love’s a mysteryAlone (2016): Death is not enoughHate For Sale (2020): The buzz, Turf accountant daddy, You can’t hurt a fool, Maybe love is in NYCSoloalben:Stockholm (2014): Dark sunglasses, Down the wrong way (feat. Neil Young)Valve Bone Woe (2019): You don’t know what love is, Que reste-t-il de nos amours?Standing In the Doorway: Chrissie Hynde sings Bob Dylan (2021): Love minus zero / No limitKooperationen:mit U2: Pride (In the name of love) (1984)mit UB 40: I got you (1985), Breakfast in bed (1988)Cher, Chrissie Hynde, Neneh Cherry & Eric Clapton: Love can build a bridge (1993)mit Frank Sinatra: Luck be a lady (Duets II, 1994)Chrissie Hynde: Let it be (The Art of McCartney, 2014)u.v.a.Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Kultur & Gesellschaft
Urban Pop - Musiktalk mit Peter Urban Folgen
Wer Musik liebt, kennt seine Stimme: Peter Urban ist ein absoluter Musik-Insider, der mit seiner unvergleichlichen Art Geschichten erzählen kann. Er war schon auf über 5.000 Konzerten, trifft bis heute die Großen des Musikgeschäfts und ist selbst Musiker. Im Podcast Urban Pop trifft er auf den NDR-Musikjournalisten Ocke Bandixen. Sie reden über Weltstars von Bowie bis Springsteen, von Johny Cash bis Taylor Swift, über Bands von den Beatles bis U2, über Insider-Stories und Musik-Historie. Ein Muss für alle Fans von guten Gesprächen über gute Musik.
Folgen von Urban Pop - Musiktalk mit Peter Urban
113 Folgen
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Folge vom 12.11.2021Chrissie Hynde & the Pretenders
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Folge vom 29.10.2021QueenDie britische Band Queen hat über zwei Jahrzehnte der Musikwelt ihren ganz eigenen Stempel aufgedrückt. Zwischen bombastischen Gitarrenklängen und kunstvollen Chören und zarten Balladen, die nicht vor Pathos zurückschreckten – von Anfang der 70er Jahre bis in die 90er war Queen eine Band, an der niemand vorbei konnte. Der charismatische Sänger Freddie Mercury – ein Ausnahmeperformer und Vier-Oktaven-Sänger wurden zum Maßstab als Rock-Frontmann. Die drei anderen Mitglieder von Queen waren aber ebenso wichtig für die Band: als Einheit, als Komponisten und als Teil der ganz eigenen Klangmischung der Band. Wie schwierig waren die Anfänge der Band zwischen Prog-Rock und Hardrock? Wie entwickelte sich Freddie Mercury zur überragenden Bühnenpersönlichkeit? Wie wichtig war der legendäre Live-Aid-Auftritt der Band?Und wie war es, die Band zum Beispiel Mitte der 70er im Konzert zu erleben?Peter Urban, langjähriger Moderator und NDR-Musikredakteur, berichtet davon, er schätzt die Qualitäten der Band ein, er zeichnet im Gespräch mit Ocke Bandixen die Geschichte nach und erklärt die technischen Finessen des Queen-Sounds. Diese herausragenden Titel der Queen-Alben hat Peter Urban herausgesucht: Queen (1973): LiarQueen II (1974): The March oft he Black Queen, Seven Seas of RhyeSheer Heart Attack (1974): Killer Queen, Now I’m here, Lily of the Valley, Lap of the Gods…A Night at the Opera (1975): Bohemian Rhapsody, Lazing on a Sunday Afternoon, Seaside Rendezvous, Love of my lifeA Day at the Races (1976): Somebody to Love, You Take My Breath AwayNews oft he World (1977): We Will Rock You, We are the Champions, My Melancholy BluesJazz (1978): Mustapha, Fat Bottomed Girls, Bicycle Race, Don’t stop me nowThe Game (1980): Play The Game, Another One Bites The Dust, Save Me, Crazy Little Thing Called LoveHot Space (1982): Under PressureThe Works (1984): Radio Gaga, It’s a Hard Life, Hammer To Fall, Is This the World We createdA Kind of Magic (1986): A Kind of Magic, Who Wants To Live Forever, Friends Will Be FriendsThe Miracle (1989): Breakthru, Was It All Worth ItInnuendo (1991): Innuendo, These Are The Days of Our Lives, The Show Must Go OnMade In Heaven (1995): Made in Heaven, Mother Love, You Don’t Fool meAutoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
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Folge vom 15.10.2021PrincePrince war einer der großen Erneuerer der Popmusik: als Komponist, Instrumentalist, Sänger und Produzent. Zwischen Rock und Funk, Pop und RnB schuf er zahlreiche ebenso eingängige wie experimentelle Werke. Hits wie „Purple Rain“, „Kiss“ oder „Diamonds and Pearls“ sind unvergessen. Seine Konzerte und Aftershow-Sessions waren legendär, sein Anspruch an Mitmusiker hoch, sein Fleiß und seine Energie fast beispiellos. Wie war es, Prince persönlich zu erleben? Wie wirkte er im Konzert und bei den intimen, spontanen Shows danach? Wie wichtig war die Band für ihn? Peter Urban würdigt im Gespräch mit Ocke Bandixen das Schaffen des Musikers aus Minnesota, er analysiert die Innovationen und berichtet von persönlichen Begegnungen und Konzerten. Peters persönliche Playlist: For You (1978): Soft and wetPrince (1979): I wanna be your lover, I feel for youDirty Mind (1980): When you were mine, Do it all night, Uptown, HeadControversy (1981): Controversy, Do me baby, Let’s work1999 (1982): 1999, Little Red Corvette, Lady cab driver, International loverPurple Rain (1984): Let’s go crazy, The beautiful ones, Darling Nikki, When doves cry, Purple rainAround the World in a Day (1985): Raspberry beret, Pop life, The ladderParade (1986): Under the Cherry Moon, Mountains, Kiss, Sometimes it snows in AprilSign o‘ the Times (1987): Sign o‘ the times, Housequake, Starfish and coffee, I could never take the place of your man, The crossLovesexy (1988): Alphabet St., PositivityDiamonds and Pearls (1991): Diamonds and pearls, Cream, Strollin‘, Gett off, Money don’t matter 2 night(Love Symbol) (1992): Sexy MF, The morning papers,The Hits/The B-Sides (1993): Nothing compares 2 U (live), Erotic city, How come U don’t call me anymore?, Another lonley ChristmasThe Gold Experience (1995): The most beautiful girl in the world, Eye hate you, GoldRave Un2 the Joyfantastic (1999): The greatest romance ever sold, Eye love U but Eye don’t trust U anymoreThe Rainbow Children (2001): Rainbow children, The work Pt. 1One Nite Alone (2002): A case of youMusicology (2004): Musicology, Life’o‘ the party, Call my name, Cinnamon girl3121 (2006): Get on the boatPlanet Earth (2007): Chelsea RodgersArt Official Age (2014): Breakfast can waitHit n Run Phase Two (2015): Baltimore, Stare4Ever (2016) sehr gute Best-Of-CompilationOriginals (2019): Manic Monday, Nothing compares 2 U (Original-Studioaufnahme) Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
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Folge vom 01.10.2021Joni MitchellJoni Mitchell ist eine Ausnahmeerscheinung in der Popmusikwelt: Dichterin, Komponistin, Künstlerin ohne Grenzen. Bekannt wurde sie als junge Frau im Kreis des Laurel Canyon in Kalifornien Ende der 60er Jahre. Ihre Lieder ragten von Anfang an heraus, die Texte waren ebenso persönlich wie poetisch, ihre Kompositionen waren innovativ und erfinderisch. Lieder wie „Woodstock“ oder „Big Yellow Taxi“ sind bis heute Hymnen einer Generation. Ihr Album „Blue“ wurde zum Maßstab für viele Singer-Songwriter. Joni Mitchell, selbst eine begabte Malerin, versteht sich eher als Künstlerin denn als Popstar. Sie reiste musikalisch weiter zum Jazz und Fusion, kehrte aber in den 80er und 90er Jahren zum Popmusik zurück. Peter Urban hat Joni Mitchell mehrfach persönlich erlebt und interviewt. Im Gespräch mit Ocke Bandixen ordnet der NDR Musik-Experte ihre Stellung in der Musikgeschichte ein und erklärt, worin ihre große künstlerische Bedeutung liegt. Peters persönliche Playlist: Urge for going (1966) – erschienen auf Hits (1996) und Songs of a Prairie Girl (2005)Song to a seagull (1968): I had a king, Cactus treeClouds (1969): Chelsea morning, Both sides, nowLadies oft the canyon (1970): For free, Ladies oft the canyon, Big yellow taxi, WoodstockBlue (1971): All I want, Little Green, Carey, Blue, River, A case of youFor the roses (1972): Let the wind carry me, For the roses, You turn me on, I'm a radio, Blonde in the bleachersCourt and Spark (1974): Court and spark, Help me, Free man in Paris, Down to youThe Hissing of Summer Lawns (1975): Edith and the kingpin, Don't interrupt my sorrowHejira (1976): Coyote, Amelia, A strange boy, Song for SharonWild Things Run Fast (1982): Chinese Cafe/Unchained melody, Man to manChalk Mark in a Rain Storm (1988): My secret placeNight Ride Home (1991): Night ride home, Passion play (When the slaves are free) Turbulent Indigo (1994): Sunny Sunday, Sex kills, The Magdalene laundries, Not to blame, BorderlineBoth Sides Now (2000): Both sides, now (Orchesterversion)Außerdem:Archives – Volume 1: The Early Years (1963-1967), erschienen 2020Archives – Volume 2: The Reprise Years (1968 – 1971), erscheinen im Oktober 2021Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen